Allergie

Allergie

Allergien sind eine Herausforderung für den Alltag

Tränende Augen, Triefnase und heftige Niesattacken – für rund ein Drittel der Bundesbürger sind diese Symptome regelmäßig an der Tagesordnung. Ein Picknick im Grünen, der groß angelegte Frühjahrsputz oder die Streicheleinheiten für Nachbars Katze bedeuten für die ca. 30 Millionen deutschen Allergiker mehr Frust als Lust. Auch Nahrungsmittelallergien nehmen kontinuierlich zu und erfordern von den Betroffenen ein besonderes Maß an Organisation im Alltag.

Eine Allergie beginnt häufig bereits im Kindesalter. Jedes 10. Kind in Deutschland entwickelt noch vor dem ersten Lebensjahr eine Allergie, Neurodermitis kann ein erster Hinweis auf eine Neigung sein. Doch was genau eine Allergie auslöst und warum einige Menschen schwerer davon betroffen sind als andere, ist für die Forschung nach wie vor ein Rätsel. Fest steht: Auch das Alter schützt nicht vor der Entwicklung einer Allergie. Sogar Menschen jenseits der Rentengrenze können plötzlich eine Allergie entwickeln.

Der Klimawandel verändert auch die Pollen. Die gestiegenen Ozonwerte erhöhen die Unverträglichkeit von Pollen, die Erderwärmung verlängert die Phasen des Pollenflugs. Die Saison beginnt in milden Wintern in Europa bereits Ende Dezember mit der Haselnuss, im Februar schließt sich die Birke an und endet erst im Oktober mit dem Beifuss.

Am verbreitetsten unter den Allergien sind Nahrungsmittel- und Pollenallergien. Dabei entwickelt der Körper plötzlich Antikörper gegen Stoffe, die er zuvor gut vertragen hat. Unser Körper reagiert mit den bekannten Symptomen wie Juckreiz, Ausschlag, triefender Nase, aber auch Durchfall und Erbrechen. Ärzte raten, auch bei den ersten leichten Symptomen rasch einen Arzt aufzusuchen, damit aus einem Heuschnupfen kein chronisches Asthma wird.

Tipps für Allergiker:

  • Informieren Sie sich rechtzeitig durch einen Pollenflugkalender über die aktuelle Verbreitung der allergieauslösenden Stoffe. Diesen finden Sie hier auf unserer Seite in der Rubrik "Aktuell".
  • Halten Sie Notfallmedikamente bereit.
  • Verzichten Sie auf das Rauchen, um Ihre Atemwege nicht zusätzlich zu reizen.
  • Verzichten Sie bei starkem Pollenflug auf Außenaktivitäten und Gartenarbeiten oder führen Sie diese z.B. erst nach Regen durch.
  • So können Sie die Pollenbelastung in der Wohnung senken:
    Wir raten Ihnen, vor dem Schlafengehen zu duschen und die Haare zu waschen (verhindert, dass die Pollen, die sich in den Haaren festgesetzt haben, nachts eingeatmet werden).
    Außerdem sollte die Tageskleidung nicht im Schlafraum gelüftet werden.
    Staubsaugen oder -wischen sollte möglichst nicht vom Allergiker durchgeführt  werden (ggf. Staubsauger mit Pollenfilter kaufen).
    In schweren Fällen kann die Reinigung der Zimmerluft auch mittels eines Luftumwälzers mit HEPA-Filter erreicht werden.

  • Neben allergiedämpfenden Mitteln beugt eine Hyposensibilisierung einer allergischen Reaktion vor. Dabei bringt der Arzt den Körper über einen längeren Zeitraum mit leichten Dosen des Allergens in Kontakt, damit er sich langsam daran gewöhnt und nicht mehr darauf reagiert.
  • Verbringen Sie Ihren Urlaub möglichst im Hochgebirge oder am Meer. Dort ist die Pollenbelastung am geringsten.

Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um Allergien und deren Behandlung geht. Sprechen Sie uns an - wir beraten Sie gerne!

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