Drogen



Drogen – Arten, Aussehen und Gefahren

„Du hast mir süße Träume versprochen, aber vergessen mir zu sagen,
was der Morgen bringt!“

 

Aussehen, Gefahren, Risiken durch Drogenkonsum

Drogen sind Stoffe, die beim Konsum auf das zentrale Nervensystem einwirken und Gefühle, Stimmungen und Wahrnehmungen beeinträchtigen. Sie verändern das persönliche Befinden, weil sie die eigene objektive Wahrnehmung des Menschen überlisten. Nachlassende Selbstkontrolle gibt das Gefühl besonders gut und leistungsfähig zu sein.

Man unterscheidet in

  • Alltagsdrogen (z.B. Alkohol, Nikotin, Koffein, Medikamente)
  • Verbotene Rauschgifte

Außerdem unterscheidet man zwischen

  • Gewohnheit
  • Abhängigkeit
  • Sucht.

Die Grenzen dazwischen sind fließend.

Gewohnheit

  • ist ein Verhaltensmuster, das sich in gewissen Zeitabständen wiederholt, eingeschliffen, aber korrigierbar ist.

Gewohnheit

  • ist ein Verhaltensmuster, das sich in gewissen Zeitabständen wiederholt, eingeschliffen, aber korrigierbar ist.

Abhängigkeit

  • ist ein eingeschliffenes, zwanghaftes Verhalten, das je nach Schweregrad wenig bzw. gar keine Verhaltenskorrektur zulässt.

Sucht

  • ist ein bis zur Existenzgefährdung übersteigertes, verstandesmäßig unbeherrschtes und immer wiederkehrendes Verlangen nach  einer Erfahrung, das alle anderen Werte und Aktivitäten des Individuums in den Hintergrund drängt.

 

Wie entsteht die Sucht?

Bei der Entstehung einer Sucht unterscheidet man  verschiedene Konsumstufen.

1. Probier- bzw. Experimentierkonsum

  • Befriedigung der Neugierde auf Unbekanntes
  • erste Erfahrungen mit Nikotin, Medikamenten, Alkohol, aber auch illegalen Suchtstoffen

2. Gelegenheitskonsum

  • Steigerung des Lustgewinns, z.B. auf Veranstaltungen, durch kontrollierten Alkoholkonsum, rauchen von Marihuana bzw. Haschisch
  • keinerlei Kontrollverlust
  • gesellschaftlich unauffällige Menschen
  • Informationen über Risiken sind nötig, um einschätzen zu können, welche Gefahren der Rauschgiftkonsum mit sich bringt
  • Entscheidung für oder gegen den Gebrauch der entsprechenden Mittel fällt!

3. Gewohnheitskonsum

  • Konsument ist stärker auf individuelle Verfügbarkeit des Suchtmittels angewiesen
  • noch keine Sucht bzw. Abhängigkeit, aber regelmäßiger Konsum des Suchtmittels mehrmals wöchentlich bzw. täglich, um Anspannungen abzubauen, Hemmungen und Langeweile zu verdrängen, negative    Gefühle zu vermeiden
  • Missbrauch der Stoffe nimmt quantitativ und qualitativ zu

4. Abhängigkeitskonsum

  • ein Dasein ohne den Konsum des Suchtmittels ist nicht mehr realisierbar
  • Ausbleiben des Konsums bedeutet Notlage und ruft ein zwanghaftes Verlangen hervor

 

 

Die wichtigsten Arten von Rauschgiften und ihre Bezeichnung

Die gebräuchlichsten Bezeichnungen in der Drogenszene sind in Klammern angegeben.

Pflanzliche Drogen  

Haschisch (Shit, Kiff)

Marihuana (Grass, pot tea)

 

 

 

 

Halbsynthetische Drogen

Kokain (Coca, Coco, Coce, Charley, Flake, Koks, Schnee, Snow, White, Stuff)

Crack (Crank, Base, Baseball, Freebase, Rock)

Opium (O, Dope)

Heroin (H, Hard Stuff, White Stuff, Horse, Smack)

 

 

 

Synthetische Drogen

Methaqualon (Tabs, Tabes, Cappys)

Designer-Drogen (Ecstasy, Happy Pills)

LSD (Trip, Acid, Angel Dust)

 

 

 

 

Woran erkennt man Drogenkonsum, Abhängigkeit und Sucht?

Abhängigkeit, und Sucht sind nicht von heute auf morgen vorhanden, sondern sie entwickeln sich teilweise sehr langsam und für Außenstehende zunächst oft unerkennbar. Sie gehen oft mit einer sozialen Ausgrenzung, Verwahrlosung und Verelendung  sowie gesundheitlicher Auszehrung einher.

Besonders für eine frühzeitige Hilfe für die Betroffenen sind Erkennungsmerkmale des Drogenkonsums von Bedeutung.

Körperliche Erkennungszeichen

  • Pupillenerweiterung bei Cannabis- oder LSD-Konsum
  • Pupillenverengung bei Opiatkonsum
  • Auszehrung, Gewichtsverlust bei Opiat- oder Cocainkonsum
  • schlechte Zähne als Folge mangelnder Hygiene
  • drogenspezifische Tätowierungen
  • Einstichstellen und Narbenbahnen sind sichere Erkennungsmerkmale für i.v.-Opiat- bzw. Heroinkonsum, bevorzugt in Ellenbeugen und an Unterarmen

 

Gegenstände, die Hinweise für Drogenkonsum sein können

  • Ton- oder Wasserpfeifen zum Rauchen von Haschisch
  • tabakähnliche, meist grüne Pflanzenteile (Marihuana)
  • süßlich riechende Harzbrocken (Haschisch)
  • Essigsäure, verrußte Löffel (zum Aufkochen von Morphinbase)
  • gefaltete Zellophan- oder Stanniolbriefchen mit braunen oder weißen Anhaftungen (Heroin)
  • Einmalspritzen, Gummischlauch bzw. Gürtel zum Abbinden des Armes (Opiate)

 

Welche Therapiechancen gibt es?

Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Verlauf einer Drogentherapie ist die freiwillige Entscheidung des Abhängigen, sich der Behandlung zu unterziehen. Ohne seine Einsicht und das Wissen um seinen Krankheitszustand ist jeder Versuch der Behandlung und gesellschaftlichen Wiedereingliederung zum Scheitern verurteilt.

Die verschiedenen Einrichtungen im Bereich der Suchtkrankenhilfe sollen hier nur genannt werden:

  1. Ambulante Suchtkrankenhilfe
  2. Stationäre Suchtkrankenhilfe
  3. Therapeutisch betreute Wohngruppen
  4. Selbsthilfegruppen

 

 

 

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